
Die Rotondes in Luxemburg
Die beiden Rotondes haben einen Durchmesser von jeweils 52 Metern, sind 17 Meter hoch und von Kuppeln gekrönt. Sie sind ein wichtiges Symbol für das architektonische und industrielle Erbe der Hauptstadt.
- Bauherr
- Verwaltung für öffentliche Bauten
- Partner
- Teisen-Giesler Architectes, Simon Christiansen
- Art des Auftrags
- Komplettauftrag Spezialtechnik
- Durchführungszeitraum
- Phase 1 : 2011 – 2015, Phase 2 : 2020 – en cours
- Bruttofläche
- 6.500 m²
- Bruttovolumen
- 75.000 m³
Ein historisches Erbe mit neuer Nutzung
Die Rotondes wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut und dienten zunächst als Wartungshallen für CFL-Dampflokomotiven. Später, als nationales Denkmal eingestuft, wurden sie zu einem Kulturzentrum umgewandelt.
Ein Projekt zwischen Geschichte und Moderne
Das Architekturprojekt zielt darauf ab, zeitgenössische Elemente harmonisch in das historische Ensemble zu integrieren. Neue Metall- und Holzkonstruktionen greifen die ursprüngliche Farbgebung – beigefarbener Bruchstein, Putz, anthrazitfarbene Rahmen – auf und fügen sich nahtlos ein. Das „Box-in-the-Box“-System im Inneren schafft flexible Räume, die den Bedürfnissen der Nutzer entsprechen.
Phase 1: Restaurierung und Transformation
In Phase 1 wurde die Rotonde 1 umfassend renoviert. Hier entstanden:
- ein großer Saal mit zentraler Bühne
- umlaufende Tribünen für ca. 350 Personen
- eine Galerie, die auch für Ausstellungen genutzt wird
Ebenfalls errichtet wurde „La City Container“, eine zeitgemäße Bürostruktur mit Stahl- und Holzfassaden.
Phase 2: neue kulturelle Räume
Aktuell läuft die Restaurierung der zweiten Rotonde, die künftig beherbergen wird:
- ein Foyer
- den Konzert- und Veranstaltungssaal „Le Klub“
- die Bistro-Bar „La Buvette“
- Garderoben, Technik- und Lagerräume
- einen Ausstellungsbereich

Technische Ausstattung und Nachhaltigkeit
Die Gebäude sind an das Fernwärmenetz der Stadt Luxemburg angeschlossen, jede Rotonde hat eine eigene Heizungsunterstation.
Die Projektentwicklung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Service des Sites et Monuments Nationaux. Unser Büro war für die gesamte Spezialtechnik verantwortlich – von der Planung bis zur Abnahme.
Ein lebendiger Kulturort für alle
Mit der Renovierung entsteht ein Ort, der dauerhaft geöffnet ist und zum Spazierengehen, Verweilen, Kulturgenuss und geselligem Beisammensein einlädt.
